Automatisierungsbeispiele
Ratgeber: Digitalisierung im Fliesenlegerhandwerk

Abends Angebote schreiben, Aufmaße von Zetteln übertragen, Materialmengen im Kopf berechnen — das kostet Zeit und Nerven

Wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, um Aufmaß, Kalkulation und Angebotserstellung im Fliesenlegerhandwerk zu digitalisieren. Mit konkreten Tool-Empfehlungen und Rechenbeispielen.

Jonas Höttler — GründerJonas Höttler · Antwortet persönlich
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Welche Bereiche lassen sich im Fliesenlegerhandwerk digitalisieren?

Sechs Ergebnisse, die wir in jedem Projekt sehen — messbar, nicht versprochen.

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Typisch: 2-3h/Woche weniger Übertragungsaufwand

Aufmaß per App direkt vor Ort

Tools wie Craftnote oder magicplan ermöglichen digitales Aufmaß auf der Baustelle. Flächen messen, Fotos zuordnen, Besonderheiten notieren — alles landet direkt im System statt auf Zetteln. Viele Apps funktionieren auch offline.

Branchenüblich: 5-15% Verschnitt je nach Muster

Materialmengen automatisch berechnen

Kalkulationstools berechnen aus der Fläche automatisch Fliesenanzahl, Verschnitt (je nach Verlegemuster 5-15%), Kleber, Fugenmasse und Zubehör. Das reduziert Fehlmengen und Nachbestellungen auf der Baustelle.

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Rechenbeispiel: 1-2h statt 3h pro Angebot

Angebote schneller erstellen

Handwerkersoftware wie Plancraft oder TopKontor erstellt aus Aufmaß-Daten und Materialpreisen direkt ein Angebot als PDF. Vorlagen für typische Fliesenarbeiten beschleunigen den Prozess erheblich.

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Branchenüblich: Fotodokumentation als Standard

Baustellendokumentation mit Fotos

Vorher-Fotos, Zwischenstände und Fertigstellung lassen sich per App mit Datum und GPS-Daten dokumentieren. Bei Reklamationen haben Sie so nachvollziehbare Beweise — wichtig bei Streitigkeiten über den Untergrund.

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Typisch: Weniger Doppelbelegungen und Leerläufe

Terminplanung für mehrere Baustellen

Digitale Kalender wie Google Calendar oder spezialisierte Handwerker-Tools zeigen alle Aufträge mit Mitarbeiterzuordnung. Kunden können automatisch über Starttermine informiert werden.

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Typisch: 1-2h/Woche weniger Bestellaufwand

Materialbestellung beim Großhandel

Einige Softwarelösungen ermöglichen den direkten Export von Materiallisten an den Fliesengroßhandel. Das spart manuelle Übertragung und reduziert Bestellfehler.

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Typisch: Genauere Abrechnung pro Projekt

Stundenzettel digital

Zeiterfassungs-Apps wie Clockodo oder Craftnote ermöglichen die Erfassung pro Baustelle direkt vom Smartphone. Am Monatsende gibt es eine automatische Zusammenfassung für die Lohnbuchhaltung.

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Typisch: Schnellerer Zahlungseingang

Rechnung aus Angebot generieren

Buchhaltungstools wie sevDesk oder lexoffice erstellen Rechnungen direkt aus Angeboten. Mehr- und Mindermengen lassen sich anpassen, Zahlungseingänge werden überwacht.

Automatisierungsbeispiele für Fliesenleger & Fliesenlegerbetrieb

Typische Prozesse, die Sie als Fliesenleger & Fliesenlegerbetrieb heute noch automatisieren können.

Aufmaß

So könnte digitales Aufmaß funktionieren

Beim Kunden: Räume mit einer App wie magicplan oder Craftnote vermessen, Fotos machen, Besonderheiten (Abflüsse, Ecken, Schrägen) notieren. Zurück im Büro sind alle Daten bereits im System — kein Entziffern von Zetteln nötig.

Spart Typisch: 2-3h/Woche
KalkulationRechenbeispiel: Weniger Nachbestellungen, bessere Marge

So könnte automatische Kalkulation funktionieren

Fläche: 25m² eingeben, Fliesengröße 60x60cm wählen — das Tool berechnet: 139 Fliesen + 10% Verschnitt = 153 Fliesen, dazu Kleber, Fugenmasse und Zubehör. Die komplette Materialliste entsteht automatisch.

Spart Typisch: 3-5h/Woche
AngeboteRechenbeispiel: Bei 4 Angeboten/Woche ca. 4-8h gespart

So könnte schnellere Angebotserstellung funktionieren

Aufmaß-Daten fließen in eine Vorlage, Materialkosten werden aus hinterlegten Preislisten übernommen, Arbeitszeit und Anfahrt ergänzt — das Angebot entsteht als PDF und geht per E-Mail an den Kunden.

Spart Typisch: 1-2h statt 3h pro Angebot
DokumentationRechenbeispiel: Schutz vor unberechtigten Reklamationen

So könnte Baustellendokumentation funktionieren

Vor Arbeitsbeginn Untergrund fotografieren, während der Arbeit Zwischenstände festhalten, nach Fertigstellung Abnahmefotos machen. Alles wird automatisch mit Datum und Auftrag verknüpft.

Spart Typisch: 1-2h/Woche
MaterialbestellungRechenbeispiel: Weniger Fehlbestellungen und Telefonate

So könnte digitale Materialbestellung funktionieren

Materialliste aus der Kalkulation wird direkt an den Fliesenfachhandel exportiert. Preise kommen zurück, Bestellung wird ausgelöst, Liefertermin landet im Kalender.

Spart Typisch: 1-2h/Woche
TerminplanungRechenbeispiel: Weniger Leerläufe, zufriedenere Kunden

So könnte Baustellenkoordination funktionieren

Alle Aufträge im digitalen Kalender mit Mitarbeiterzuordnung und Pufferzeiten. Kunden werden automatisch über den Starttermin informiert. Bei Verzögerungen geht eine Benachrichtigung raus.

Spart Typisch: 2-3h/Woche
ZeiterfassungRechenbeispiel: Genauere Nachkalkulation pro Auftrag

So könnte digitale Zeiterfassung funktionieren

Mitarbeiter checken per App ein und aus, die Zeiten werden pro Baustelle zugeordnet. Am Monatsende gibt es eine automatische Übersicht für die Lohnbuchhaltung — z.B. mit Clockodo oder Craftnote.

Spart Typisch: 1-2h/Woche
AbrechnungRechenbeispiel: Schnellerer Cashflow durch prompte Rechnungen

So könnte automatische Rechnungserstellung funktionieren

Auftrag abgeschlossen — Rechnung wird aus dem Angebot generiert (z.B. in sevDesk oder lexoffice). Mehr-/Mindermengen werden angepasst, Versand per E-Mail, Zahlungseingang wird überwacht.

Spart Typisch: 2-3h/Woche
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Fliesenlegerbetriebe arbeiten in einem Umfeld, in dem Präzision alles ist. Jeder Quadratmeter muss exakt vermessen, jede Materialbestellung muss stimmen, und jedes Angebot muss wirtschaftlich kalkuliert sein. Gleichzeitig sind viele Fliesenleger den ganzen Tag auf Baustellen unterwegs und haben wenig Zeit für Büroarbeit. Das Ergebnis: Angebote werden abends geschrieben, Aufmaße von Zetteln übertragen und Materialbestellungen aus dem Kopf gemacht. Diese Arbeitsweise ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch fehleranfällig. Ein falsch uebertragenes Aufmaß führt zu Fehlmengen auf der Baustelle. Eine vergessene Position im Angebot reduziert die Marge. Eine verspätete Materialbestellung verzögert den gesamten Bauablauf. All diese Probleme lassen sich durch digitale Werkzeuge lösen oder zumindest deutlich reduzieren. Moderne Handwerker-Software wie Craftnote, Plancraft oder magicplan kombiniert Aufmaßerfassung, Materialberechnung und Angebotserstellung in einem durchgängigen Prozess. Was heute noch drei separate Arbeitsschritte sind, kann zu einem einzigen Vorgang werden: Aufmaß vor Ort per App erfassen, Materialmengen automatisch berechnen lassen und Angebot generieren. Die tatsächliche Zeitersparnis hängt vom konkreten Betrieb ab — erfahrungsgemäß liegt der größte Effekt bei der Angebotserstellung und der Materialberechnung.

Digitales Aufmaß und automatische Materialberechnung

Das Aufmaß ist der Ausgangspunkt jedes Fliesenleger-Auftrags. Traditionell werden Räume mit Zollstock und Laser vermessen, die Maße auf einem Zettel notiert und später im Büro in eine Kalkulation übertragen. Bei diesem Medienbruch gehen regelmäßig Informationen verloren: eine Zahl wird falsch gelesen, eine Besonderheit vergessen, ein Raum uebergangen. Mit einer Aufmaß-App erfasst der Fliesenleger die Maße direkt digital vor Ort. Räume werden mit Länge, Breite und Höhe eingegeben, Fenster und Türen abgezogen, Besonderheiten wie Abflüsse, Ecken oder Schrägen werden notiert und fotografiert. Alle Daten landen sofort im System und stehen für die weitere Verarbeitung bereit. Die automatische Materialberechnung ist der nächste logische Schritt. Aus dem Aufmaß berechnet die Software die benötigte Fliesenmenge unter Berücksichtigung des Verschnitts, der je nach Verlegemuster und Fliesengrösse zwischen 5 und 15 Prozent liegt. Kleber, Fugenmasse und Zubehör wie Kreuzabstandhalter werden ebenfalls automatisch berechnet. Das Ergebnis ist eine vollständige Materialliste, die direkt an den Fliesengrosshandel gesendet werden kann. Diese Durchgängigkeit vom Aufmaß zur Bestellung eliminiert zahlreiche Fehlerquellen. Keine manuellen Uebertragungen mehr, keine vergessenen Positionen, keine Fehlmengen auf der Baustelle. Besonders bei größeren Projekten mit mehreren Räumen spart dieser automatisierte Prozess erheblich Zeit und reduziert kostspielige Nachbestellungen.

Baustellendokumentation und Qualitätssicherung

Die Dokumentation von Baustellen wird für Fliesenleger immer wichtiger. Reklamationen sind im Fliesenlegerhandwerk keine Seltenheit: Kunden bemängeln die Ausführung, behaupten der Untergrund sei anders gewesen, oder entdecken Wochen später Mängel. Ohne lückenlose Dokumentation steht Aussage gegen Aussage. Eine digitale Baustellendokumentation löst dieses Problem. Vor Arbeitsbeginn fotografiert der Fliesenleger den Ist-Zustand: den Untergrund, vorhandene Schäden, die Gesamtsituation. Während der Arbeit werden Zwischenstadien festgehalten, besonders wenn Probleme auftreten, etwa ein unebener Estrich oder feuchte Stellen. Nach Fertigstellung werden Abnahmefotos gemacht und idealerweise ein digitales Abnahmeprotokoll vom Kunden unterschrieben. Alle Fotos werden automatisch mit Datum, Uhrzeit und GPS-Koordinaten versehen und dem jeweiligen Auftrag zugeordnet. Im Streitfall kann der Fliesenleger lückenlos nachweisen, wie der Untergrund vor Arbeitsbeginn aussah und wie die Arbeiten ausgeführt wurden. Diese Dokumentation schuetzt nicht nur vor unberechtigten Reklamationen, sondern demonstriert auch Professionalität gegenüber dem Kunden. Die Terminplanung für mehrere parallele Baustellen profitiert ebenfalls von der Digitalisierung. Ein digitaler Kalender zeigt alle Aufträge mit ihren Zeitfenstern, zugeordneten Mitarbeitern und dem aktuellen Status. Kunden werden automatisch über den geplanten Starttermin informiert und erhalten bei Verzögerungen rechtzeitig eine Benachrichtigung.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Bei der Auswahl einer Software für Ihren Fliesenlegerbetrieb sollten Sie besonders auf die Praxistauglichkeit im Baustellenalltag achten. Die wichtigste Frage lautet: Funktioniert die App zuverlässig auf dem Smartphone oder Tablet, auch wenn die Internetverbindung auf der Baustelle schlecht ist? Offline-Fähigkeit ist für Fliesenleger ein Muss, da viele Baustellen in Kellern, Neubauten oder ländlichen Gebieten liegen. Die Materialberechnung sollte auf das Fliesenlegerhandwerk zugeschnitten sein. Prüfen Sie, ob die Software verschiedene Verlegemuster und deren unterschiedliche Verschnittsätze berücksichtigt. Eine gute Lösung kennt den Unterschied zwischen einem geraden Verband, einem Kreuzverband und einem Diagonalverband und passt den Verschnitt entsprechend an. Die Anbindung an Ihren Fliesengrosshandel ist ein weiteres wichtiges Kriterium. Wenn Materiallisten direkt aus der Software an den Händler übermittelt werden können, spart das zusätzliche Zeit und verhindert Uebertragungsfehler. Einige Lösungen bieten sogar den Import aktueller Preislisten an, sodass Angebote immer mit aktuellen Einkaufspreisen kalkuliert werden. Starten Sie mit der Aufmaßerfassung und Angebotserstellung, da hier die Zeitersparnis am größten ist. Erweitern Sie später um Baustellendokumentation und Terminplanung. So bleibt der Umstellungsaufwand ueberschaubar und Ihr Team gewöhnt sich Schritt für Schritt an die neue Arbeitsweise.

Häufige Fragen von Fliesenleger & Fliesenlegerbetrieb

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Konkrete Tools für Fliesenleger & Fliesenlegerbetrieb — nicht nur Beratung

In 30 Minuten zeigen wir Ihnen, welche 2-3 Tools für Ihre Fliesenleger & Fliesenlegerbetrieb-Betriebsgröße tatsächlich passen, was sie kosten und welche Zeitersparnis realistisch ist. Keine Präsentation, kein Verkaufsdruck — direkt am Whiteboard.

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